Sauerteig-Gnocchi
Hausgemachte Gnocchi sind super einfach zuzubereiten und schmecken viel besser als gekaufte. Sie sind weich, sättigend und unkompliziert – und gleichzeitig eine wunderbare Möglichkeit, Sauerteigreste sinnvoll zu verwerten. Gib einfach deine Lieblingssoße über die Gnocchi oder serviere sie in einer Suppe für ein gemütliches, sättigendes Essen.

Warum du dieses Rezept lieben wirst:
- Einfach: Dieses Gnocchi-Rezept besteht aus wenigen Schritten und nur fünf einfachen Zutaten. Es ist eine beeindruckende hausgemachte Pasta, für die du nicht viel Arbeit und Zeit aufwenden musst.
- Vielseitig: Dieses Gericht ist köstlich und kann auf so viele Arten genossen werden. Gib deine Lieblingssoße, wie Tomatensoße oder frisches Pesto, darüber. Gib sie in eine Suppe, um ihr etwas Herzhaftigkeit zu verleihen. Oder schwenke sie in einer Käse-Sahne-Soße.
- Ein Publikumsliebling: Ich kenne viele Leute, die ein gutes Pastagericht lieben, und dieses hausgemachte Gnocchi-Rezept ist definitiv ein Gewinner! Es ist perfekt für Gäste oder die Familie.

Woher kommen Gnocchi eigentlich?
Gnocchi stammen ursprünglich aus Italien und gehören dort zur Kategorie der Primi Piatti, also der ersten warmen Gänge. Der Name leitet sich vermutlich von den italienischen Wörtern „nocchio” (Knoten) oder „nocca” (Knöchel) ab, was gut zu ihrer kleinen, bauchigen Form passt.
Die wohl bekannteste Variante sind Gnocchi di Patate, also Kartoffelgnocchi. Sie wurden vor allem im Norden Italiens populär, nachdem Kartoffeln im 16. Jahrhundert in Europa verbreitet wurden. Ursprünglich bestanden Gnocchi allerdings aus Grieß, Brot oder Mehl, je nach Region und Verfügbarkeit.
Meine Sauerteig-Version knüpft an die alte Idee an, Teige zu fermentieren, Reste zu verwerten und aus einfachen Zutaten etwas richtig Gutes zu machen.

Warum Sauerteig in Gnocchi?
Sauerteig ist nicht nur fürs Brot da, sondern bringt auch in Gnocchi einige Vorteile mit:
- Bessere Bekömmlichkeit durch natürliche Fermentation
- Leichte Säure, die hervorragend zu Kartoffeln passt
- Mehr Tiefe im Geschmack, ohne dominant zu sein
- Nachhaltige Resteverwertung von Anstellgut
Du kannst sowohl frisches, aktives Anstellgut als auch einen inaktiven Sauerteigrest verwenden. Für dieses Rezept geht beides – je nachdem, wie würzig du deine Gnocchi magst.

Tipps für perfekte Sauerteig-Gnocchi
Wähle die richtigen Kartoffeln
Die Auswahl der Kartoffeln ist vielleicht der wichtigste Faktor bei der Zubereitung von Gnocchi. Am besten verwendest du mehlig kochende Kartoffeln. Im Notfall würden auch vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren, aber mehlige Kartoffeln ergeben die optimale Konsistenz.
Aktives Anstellgut oder Sauerteigrest
Für dieses Rezept kannst du entweder aktives Anstellgut oder Sauerteigreste verwenden. Beide funktionieren hervorragend, führen aber zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen. Aktives Anstellgut sorgt für milder schmeckende Gnocchi, während ein Sauerteigrest einen ausgeprägteren, würzigeren Geschmack ergibt. Aufgrund seines höheren Säuregehalts, der die Teigstruktur stärker aufbricht, erfordert Sauerteigrest möglicherweise auch etwas mehr Mehl beim Kneten. Ich bevorzuge aktives Anstellgut oder frischen Sauerteigrest, da er milder schmeckt und seine Konsistenz besser vorhersehbar ist.
Nicht zu lange kneten
Im Gegensatz zu Eier- und Grießnudeln, bei denen durch das Kneten Gluten entsteht, das für eine zähe Konsistenz sorgt, sollten Gnocchi nur leicht geknetet werden. Knete den Teig nur so lange, bis alle Zutaten gut vermischt sind und du eine gleichmäßige Masse hast. Der Teig fühlt sich weich, aber nicht klebrig an. Durch zu langes Kneten werden zu viele Gluten aktiviert, was zu zähen, gummiartigen Gnocchi führt, die von der Gabel abprallen, anstatt auf der Zunge zu zergehen.
Keine lange Gärung
Hier unterscheiden sich Sauerteig-Gnocchi von Sauerteigbrot. Während Brot von einer langen, langsamen Gärung im Kühlschrank profitiert, ist das bei Gnocchi nicht der Fall. Wenn du den Teig über Nacht im Kühlschrank lagerst, entsteht überschüssige Feuchtigkeit. Das bedeutet, dass du mehr Mehl hinzufügen musst, was wiederum zu zähen, dichten Gnocchi führt. Das Anstellgut sorgt für eine ausreichende Gärung, ohne dass zusätzliche Zeit erforderlich ist. Für beste Ergebnisse solltest du deine Gnocchi am selben Tag zubereiten und kochen.
Nicht zu viel Mehl verwenden
Wenn du zu viel Mehl im Teig verwendest, werden die Gnocchi hart und zäh. Verwende lieber etwas zu wenig als zu viel Mehl im Teig. Du kannst den Teig mit Mehl bedecken, wenn er zu klebrig ist, aber nicht zu viel einkneten.

Zutaten für Sauerteig-Gnocchi
Für ca. 4 Portionen benötigst du:
- 500 g mehlig kochende Kartoffeln
- 200 g Weizenmehl (Type 405)
- 50 g Sauerteig (aktiv oder Rest)
- 1 Eier
- 1 TL Salz
Wichtig: Die genaue Mehlmenge hängt stark von den Kartoffeln und der Feuchtigkeit deines Sauerteigs ab. Der Teig sollte nicht kleben, aber auch nicht zu trocken sein. Bei diesem Rezept wird der Teig eher feucht sein. Wenn er zu klebrig ist, musst du eventuell noch etwas Mehl hinzufügen.
Küchenutensilien
- Topf für die Kartoffeln und Gnocchi
- Kartoffelpresse
- Seihlöffel
- Teigschaber
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
Kartoffeln vorbereiten
Die Kartoffeln mit Schale weich kochen oder dämpfen. Noch heiß pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
Je trockener die Kartoffeln sind, desto luftiger und lockerer werden die Gnocchi.
Die Kartoffelmasse vollständig abkühlen lassen.



Teig herstellen
Vermische das Mehl und die Kartoffeln vorsichtig mit den Händen. Forme dann in der Mitte der Mischung eine Mulde.
Gib den Sauerteig, die Eier und das Salz in die Mulde. Knete alles vorsichtig mit den Händen, bis die Zutaten vollständig vermengt sind. Der Teig sollte eine gleichmäßige, weiche, aber nicht mehr klebrige Masse bilden. Gib bei Bedarf noch etwas Mehl hinzu.








Teig ruhen lassen
Deck den Teig ab und lasse ihn für 10–15 Minuten ruhen.

Gnocchi formen
Den Teig in 8 Portionen teilen, zu 1 cm Rollen formen und in ca. 1,5-2 cm große Stücke schneiden.
Wenn du willst, kannst du die Stücke über ein Gnocchi-Brett oder eine Gabel rollen – so entstehen schöne Rillen, in denen sich später die Soße sammelt.




Gnocchi kochen
In siedendem Salzwasser garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch ca. 30 Sekunden ziehen lassen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.

Lagerung & Aufbewahrung
Im Kühlschrank halten sich gekochte Gnocchi zwei bis drei Tage. Am besten luftdicht verpackt.
Du kannst Gnocchi auch sehr gut ungekocht einfrieren. Dafür legst du die fertig geformten Gnocchi auf ein Backblech und lässt sie für ca. eine Stunde anfrieren. Fülle sie anschließend in einen Gefrierbeutel oder einen Gefrierbehälter. Wenn du sie kochen möchtest, kannst du sie direkt aus dem Gefrierschrank in das kochende Wasser geben.

Serviervorschläge für Sauerteig-Gnocchi
Klassisch & simpel In Butter geschwenkt, mit Salbei, etwas Parmesan und frisch gemahlenem Pfeffer
Mit deiner Lieblingssoße
- Tomatensoße
- Pesto
- Cremige Knoblauchsoße mit Parmesan
- Tomaten-Sahne-Soße

Sauerteig-Gnocchi sind ein echtes Slow-Food-Rezept, das nicht kompliziert ist. Sie passen zu einem bewussten, einfachen Lebensstil. Ob als Resteverwertung, Familienessen oder kleines Wohlfühlgericht am Wochenende.
Man nimmt etwas, das übrig ist, und macht daraus etwas richtig Gutes.

Sauerteig Gnocchi
Kochutensilien
- 1 Topf für die Kartoffeln und Gnocchi
- 1 Kartoffelpresse
- 1 Seihlöffel
- 1 Teigschaber
Zutaten
- 500 g mehlig kochende Kartoffeln
- 200 g Weizenmehl Type 405
- 50 g Sauerteig aktiv oder Rest
- 1 Eier
- 1 TL Salz
Anleitungen
Kartoffeln vorbereiten
- Die Kartoffeln mit Schale weich kochen oder dämpfen. Noch heiß pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
- Je trockener die Kartoffeln sind, desto luftiger und lockerer werden die Gnocchi.
- Die Kartoffelmasse vollständig abkühlen lassen.
Teig herstellen
- Vermische das Mehl und die Kartoffeln vorsichtig mit den Händen. Forme dann in der Mitte der Mischung eine Mulde.
- Gib den Sauerteig, die Eier und das Salz in die Mulde. Knete alles vorsichtig mit den Händen, bis die Zutaten vollständig vermengt sind. Der Teig sollte eine gleichmäßige, weiche, aber nicht mehr klebrige Masse bilden. Gib bei Bedarf noch etwas Mehl hinzu.
Teig ruhen lassen
- Deck den Teig ab und lasse ihn für 10–15 Minuten ruhen.
Gnocchi formen
- Den Teig in 8 Portionen teilen, zu 1 cm Rollen formen und in ca. 1,5-2 cm große Stücke schneiden.
- Wenn du willst, kannst du die Stücke über ein Gnocchi-Brett oder eine Gabel rollen – so entstehen schöne Rillen, in denen sich später die Soße sammelt.
Gnocchi kochen
- In siedendem Salzwasser garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch ca. 30 Sekunden ziehen lassen und mit einer Schaumkelle herausnehmen.


Hallo Stephanie, hört sich sehr lecker an, werde ich unbedingt ausprobieren – vielen Dank für deine Mühe…LG Geli
Vielen lieben Dank. 🙂